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Neue Chorsänger sind jederzeit herzlich willkommen. Deshalb wenden Sie sich, wenn Sie Lust bekommen haben in unserem Chor mitzusingen, an unsere Vorsitzenden bzw. unseren Chorleiter.

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Der Konzertverein Giessen kann auf eine mehr als 200jährige Tradition zurückblicken.

Eine Gruppe von 31 Musikliebhabern beschloss im März 1792, sich in einem Verein  zusammenzufinden. Es war die Zeit, da in Deutschland die bürgerlichen Chorvereinigungen entstanden. Die Musik war nicht mehr ausschließlich den Höfen und damit den Adeligen  vorbehalten, sondern zog in das Bürgertum ein. Komponisten wie Haydn, Mendelssohn Bartholdy, Brahms, Bruckner usw.  richteten ihre Kompositionen dem entsprechend danach aus. Oratorien, auch mit weltlichen Inhalten,  kamen diesem Bestreben sehr entgegen. Es wurden teilweise regelrechte Großveranstaltungen mit Chören und Orchestern abgehalten. Im Grunde die Vorläufer heutiger Festivals.

Somit begann die Geschichte eines der ältesten Musikvereine  Deutschlands bzw. im deutschsprachigen Raum, älter ist lediglich die Berliner Musikalische Gesellschaft  gegr. 1791. Zu Beginn bestand der Verein aus einem Liebhaberorchester. Initiator der Gesellschaft war wie erwähnt Prof. Dr. Georg Thom, Geheimrat und Professor der Medizin an der Gießener Universität Ludoviciana, der am 1. März 1792 im Restaurant „zum Löwen“ im Neuen Weg den Grundstein legte. Das erste Konzert fand schon gleich zwei Wochen später am 14. März statt und fand in der Bevölkerung großen Beifall. Schnell wurde in festen Abständen öffentliche Konzerte festgesetzt.  In der Presse wurden die Konzerte vorher wie folgt angekündigt:
„Eine Gesellschaft Musik Liebhaber hat sich entschlossen, ein privat Concert das in dem Löwen auf dem neuen Weg wöchentlich einmal, und zwar des Mittwochs Abends gehalten soll , zu veranstalten...“

Im Jahre 1819 wurde der akademische Gesangverein gegründet, dessen Leitung von dem aus Wien stammenden Universitätsmusikdirektor  Ferdinand Simon Gaßner übernommen wurde.

Zur Aufführung kamen im 19. Jhrd vorwiegend moderne Werke, so war z.B. der junge Carl Maria von Weber ein gern gesehener Gast, der in Gießen einige Gastspiele gab. Denn was heute für uns die klassische Musik ausmacht, war zu dieser Zeit avantgardistisch.
Im Jahre 1859 übernahm Rudolf v. Ihering die Geschicke des Vereins. Unter seiner Leitung fand die Umbenennung in den Gießener Concertverein statt und auch sonst konnte der Verein einen künstlerischen Aufschwung erleben. Moderne Werke wie Brahms „ein deutsches Requiem“ oder Mendelssohns „Paulus“ wurden aufgeführt.

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts setzte sich die Aufführungspraxis moderner Werke, wie die von Liszt, Verdi, Wagner, Schumann und Richard Straus. Max Reger, ein enger Freund des Vorstandsmitgliedes Heinrich Walther weilte sogar öfters in Gießen und führte seine eigenen Werke auf. Geleitet wurde der Verein von Wilhelm Oncken, der 30 Jahre lang den Vorsitz inne hatte.

Seit der Gründung des Stadttheaters im Jahre 1907 begann praktisch die erste Zusammenarbeit der beiden Institutionen, in dem Sinne, dass einige Konzerte gemeinsam veranstaltet wurden.
Während des ersten Weltkrieges wurden trotz der Wirren weiterhin Konzerte veranstaltet, deren Erlöse Kriegsgeschädigten zu Gute kamen.
In der Zeit des Nationalsozialismus verlor der Verein ein wenig an Bedeutung, da sie Ansichten und Vorgaben sich kontraproduktiv auswirkten.
Nach dem Krieg, 1946, erfolgte die Gründung des Philharmonischen Chores als Nachfolger des Akademischen Gesangsvereins. Das erste Konzert fand 1947 statt.   
1949 übernahm Kurt Neuenhagen den Vorsitz, den er mit kurzen Unterbrechungen über 25 Jahre beibehielt. Zu seinen Amtshandlungen gehörte die Zusammenlegung des Gießener Konzertvereins und des Philharmonischen Chores.
1951 wurde endgültig die Benennung Gießener Konzertverein e.V. festgelegt. War seit der Gründung immer auch ein Orchester dazugehörig, wurde auf dieses nun verzichtet und der Schwerpunkt auf die Chorarbeit gelegt.        

In den 70er Jahren begann die bis heute andauernde Zusammenarbeit mit dem Gießener Stadttheater und der Wetzlarer Singakademie. Auf diese Weise war der Fortbestand des Chores in sichere Bahnen gelenkt. Großen Anteil an der Entwicklung hat der langjährige Vorsitzende Prof. Helmut Meinhardt, von 1975 - 2000.
Es stehen seitdem normalerweise zwei Konzerte im Jahr auf dem Programm. Den Chorleiter stellt das Theater durch seinen eigenen Chorleiter. Anfangs fanden bei den Gießenern und Wetzlarern noch getrennte Proben statt und man traf sich erst kurz vor den Aufführungen gemeinsam. Seit den 90ern proben beide Chöre immer gemeinsam abwechselnd in Gießen und Wetzlar. Die Konzerte fanden und finden heute noch im Stadttheater Gießen und in Wetzlar anfangs meist im Dom, später in der Stadthalle statt.

Sollte Ihr Interesse geweckt worden sein und Sie möchten mitsingen, neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit gerne willkommen.

Wenden Sie sich zwecks Informationen an unseren Vorstand